- Rechtsgrundlage
- Betriebsverfassungsgesetz
- Wann
- In Unternehmen mit mehr als 20 wahlberechtigten Arbeitnehmern bei Einstellungen
- Chance
- Gemeinsame Gestaltung von Integration
Die rechtliche Beteiligung
In Unternehmen mit in der Regel mehr als zwanzig wahlberechtigten Arbeitnehmern muss der Arbeitgeber den Betriebsrat vor jeder Einstellung unterrichten und seine Zustimmung einholen. Das gilt für Fachkräfte aus Indien genauso wie für alle anderen. Der Betriebsrat kann die Zustimmung nur aus gesetzlich bestimmten Gründen verweigern.
Weil Einstellungen aus Indien einen langen Vorlauf haben, stellt sich die Frage, wann der Betriebsrat beteiligt wird. Sinnvoll ist die Unterrichtung, sobald feststeht, wer eingestellt werden soll — vor der Unterzeichnung der Verträge.
Mehr als eine Formalie
Viele Betriebsräte unterstützen internationale Rekrutierung aktiv, wenn sie früh eingebunden werden und faire Bedingungen gesichert sind. Sie kennen die Stimmung im Stammteam und können Vorbehalte auffangen.
- Frühe Information über das Vorhaben, bevor einzelne Einstellungen anstehen
- Gemeinsame Planung von Unterkunft, Einarbeitung und Paten
- Vereinbarungen zu Sprachkursen und Integration
- Rolle des Betriebsrats als Ansprechpartner für neue Kollegen
Typische Fragen des Betriebsrats
Betriebsräte fragen oft nach der Lohnhöhe im Vergleich zum Stammpersonal, nach Unterkunftsbedingungen, nach Rückzahlungsklauseln und danach, ob Stammbeschäftigte benachteiligt werden. Klare Antworten auf diese Fragen — und gleiche Bedingungen für alle — schaffen Vertrauen.
Die Zustimmung der Bundesagentur prüft ohnehin die Vergleichbarkeit der Arbeitsbedingungen. Betrieb und Betriebsrat ziehen hier an einem Strang.
Häufige Fragen
Muss der Betriebsrat jeder Einstellung zustimmen?
In Unternehmen mit mehr als zwanzig wahlberechtigten Arbeitnehmern ist er zu unterrichten und seine Zustimmung einzuholen.
Wann sollte der Betriebsrat informiert werden?
Über das Vorhaben früh, über konkrete Einstellungen vor Unterzeichnung der Verträge.
Kann der Betriebsrat die Einstellung verhindern?
Er kann die Zustimmung nur aus gesetzlich bestimmten Gründen verweigern.
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Gebühren, Gehaltsschwellen und Bearbeitungszeiten ändern sich regelmäßig. Maßgeblich sind das Aufenthaltsgesetz, die Beschäftigungsverordnung und die Auskunft der zuständigen Behörde. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung.