- Rechtsgrundlage
- § 16a AufenthG
- Sprache
- In der Regel B1 Deutsch
- Nach dem Abschluss
- Aufenthaltserlaubnis als Fachkraft
Warum Ausbildung ein unterschätzter Weg ist
Viele Betriebe denken bei Indien an fertige Fachkräfte. Für Berufe, in denen indische Abschlüsse schwer anerkennbar sind — etwa Bäcker, Fleischer, Hotelfachleute oder Berufskraftfahrer — ist die duale Ausbildung oft der sauberere Weg. Am Ende steht ein deutscher Abschluss, der keine Gleichwertigkeitsprüfung mehr braucht.
Junge Inder mit Abschluss der 12. Klasse und ersten Deutschkenntnissen sind eine große, bislang wenig genutzte Bewerbergruppe. Viele haben bereits Englisch als Unterrichtssprache und lernen Deutsch strukturiert.
Voraussetzungen
Reicht die Vergütung nicht für Miete und Lebenshaltung, kann der Betrieb die Unterkunft stellen oder zuschießen. Das ist in vielen Handwerksbetrieben ohnehin üblich und verbessert die Bindung.
- Ausbildungsvertrag mit einem ausbildungsberechtigten Betrieb
- Deutschkenntnisse meist auf B1-Niveau, für die Berufsschule entscheidend
- Gesicherter Lebensunterhalt — die Ausbildungsvergütung muss dafür in der Regel ausreichen
- Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit
Was nach der Ausbildung passiert
Mit dem Abschluss erhält der Absolvent eine Aufenthaltserlaubnis zur Arbeitsplatzsuche oder direkt als Fachkraft, wenn der Betrieb ihn übernimmt. Wer übernommen wird, hat bereits drei Jahre im Betrieb gearbeitet, kennt Kunden und Abläufe und spricht Deutsch auf Berufsschulniveau.
Wir unterstützen bei der Auswahl, beim Sprachkurs in Indien und bei der Vorbereitung auf das Visumverfahren. Für die Betreuung während der Ausbildung empfehlen wir einen festen Ansprechpartner im Betrieb.
Häufige Fragen
Dürfen Azubis aus Indien nebenbei arbeiten?
Eine Nebenbeschäftigung von bis zu 20 Stunden pro Woche ist während der Ausbildung grundsätzlich zulässig.
Welche Ausbildungsberufe eignen sich?
Besonders Berufe mit großem Bewerbermangel: Pflege, Gastronomie, Lebensmittelhandwerk, Bau- und Ausbauberufe, Berufskraftfahrer und Lagerlogistik.
Was passiert bei Ausbildungsabbruch?
Der Aufenthaltszweck entfällt. Ein Wechsel des Ausbildungsbetriebs ist unter Umständen möglich, muss aber mit der Ausländerbehörde abgestimmt werden.
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Gebühren, Gehaltsschwellen und Bearbeitungszeiten ändern sich regelmäßig. Maßgeblich sind das Aufenthaltsgesetz, die Beschäftigungsverordnung und die Auskunft der zuständigen Behörde. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung.