Ratgeber: Recht und Verfahren
Der Rechtsrahmen für die Einstellung aus Indien, aus Sicht des Arbeitgebers: welche Säule passt, wer zuständig ist, welche Fristen gelten und was es kostet.
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- Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz im ÜberblickSeit der Reform von 2023 ruht die Erwerbsmigration auf drei Säulen: Fachkräfte, Erfahrung und Potenzial. Für Arbeitgeber zählt vor allem, welche Säule zum konkreten Bewerber passt.
- Das beschleunigte Fachkräfteverfahren nach § 81a AufenthGDer Arbeitgeber übernimmt das Verfahren in Deutschland, die Behörden arbeiten mit festen Fristen. Für planbare Einstellungen aus Indien ist es der Standardweg.
- Anerkennung indischer Berufsabschlüsse in DeutschlandDie Anerkennung ist der Schritt, der über Dauer und Weg der Einstellung entscheidet. Welche Stelle zuständig ist, hängt allein vom deutschen Referenzberuf ab.
- Die Zustimmung der Bundesagentur für ArbeitDie Bundesagentur prüft nicht mehr, ob ein Deutscher den Job machen könnte — aber sehr genau, ob Lohn und Arbeitsbedingungen stimmen.
- Das Arbeitsvisum für Fachkräfte aus IndienIst die Vorabzustimmung erteilt, fehlt nur noch das nationale Visum. Wer die Unterlagen kennt, verliert in dieser Phase keine Zeit.
- Die Erfahrungssäule: Fachkräfte ohne vorherige AnerkennungZwei Jahre Berufserfahrung, ein im Herkunftsland anerkannter Abschluss und ein passender Arbeitsvertrag — dann ist kein deutsches Anerkennungsverfahren vor der Einreise nötig.
- Die Anerkennungspartnerschaft: arbeiten, während die Anerkennung läuftStatt monatelang auf den Bescheid zu warten, reist die Fachkraft ein, arbeitet bereits und schließt die Anerkennung im Betrieb ab.
- Die Chancenkarte: Was sie Arbeitgebern bringtMit der Chancenkarte reisen Bewerber ohne Arbeitsvertrag ein. Für Arbeitgeber ist sie vor allem ein Weg, sich vor der festen Einstellung kennenzulernen.
- Die Blaue Karte EU für Fachkräfte aus IndienIndien ist das wichtigste Herkunftsland der Blauen Karte in Deutschland. Für Akademiker mit passendem Gehalt ist sie der direkteste Weg.
- Auszubildende aus Indien: die duale Ausbildung als EinstiegWer heute einen Azubi aus Indien ausbildet, hat in drei Jahren eine Fachkraft mit deutschem Abschluss — ohne Anerkennungsverfahren.
- Was die Rekrutierung aus Indien kostetDie Vermittlungsgebühr ist selten der größte Posten. Wer die Gesamtkosten kennt, vergleicht Angebote richtig.
- Welches Deutschniveau Fachkräfte aus Indien brauchenGesetzlich ist oft weniger vorgeschrieben, als der Arbeitsalltag verlangt. Das richtige Niveau hängt vom Beruf ab — und vom Kundenkontakt.
- Unterkunft und Integration: was vor der Ankunft stehen mussOhne Wohnung keine Anmeldung, ohne Anmeldung kein Aufenthaltstitel und kein Bankkonto. Die Unterkunft ist der kritische Pfad.
- Arbeitsvertrag, Tarif und Mindestlohn bei Fachkräften aus IndienRechtlich gelten dieselben Regeln wie für jeden anderen Beschäftigten. Praktisch prüft die Bundesagentur genauer hin.
- Faire Rekrutierung: was Arbeitgeber wissen müssenFaire Rekrutierung ist kein Marketingbegriff. Sie entscheidet darüber, ob die Zustimmung erteilt wird und ob die Fachkraft bleibt.
- Förderung und Unterstützung bei der Einstellung aus IndienFür die Anwerbung selbst gibt es kaum Zuschüsse. Für Beratung, Sprache und Qualifizierung nach der Ankunft aber eine ganze Reihe öffentlicher Angebote.
- Kenntnisprüfung oder Anpassungslehrgang: die Ausgleichsmaßnahmen erklärtWer in einem reglementierten Beruf arbeiten will und keine volle Gleichwertigkeit hat, muss die Unterschiede ausgleichen. Dafür gibt es zwei Wege mit sehr unterschiedlichem Charakter.
- Dokumente aus Indien: Apostille, Übersetzung, NamensschreibweiseDie meisten Verzögerungen im Verfahren entstehen durch Unterlagen. Wer die indische Dokumentenlogik kennt, verliert keine Wochen.
- Datenschutz: Bewerberdaten zwischen Indien und DeutschlandLebensläufe, Zeugnisse, Pässe und Videos von Praxistests sind personenbezogene Daten. Wenn sie zwischen Indien und Deutschland fließen, gelten die Regeln der DSGVO.
- Visum abgelehnt: die nächsten SchritteEine Ablehnung ist ärgerlich, aber selten das Ende. Meist lässt sich der Grund benennen — und beheben.
- Der Betriebsrat bei Einstellungen aus IndienIn Betrieben mit Betriebsrat ist er bei Einstellungen zu beteiligen. Wer ihn früh einbindet, gewinnt oft einen wichtigen Verbündeten für die Integration.
- Nebenbeschäftigung bei ausländischen FachkräftenManche Fachkräfte möchten neben ihrem Hauptjob dazuverdienen, etwa für Familie in Indien. Ob das erlaubt ist, entscheidet der Aufenthaltstitel.